Weblog von jondos

Justizministerin will Privatkopie für Medieninhalte und Software generell legalisieren

Justizministerin Beate Merk: "Daten kann man nicht stehlen."

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Justizministerin-Daten-kann-man-n...

Großbritannien könnte zum Spitzelstaat werden

Mit der Entscheidung, die Auswertung der Videoüberwachungsanlagen privaten Unternehmen zu überlassen, haben sich die Briten keinen Gefallen getan. Nach einem Bericht von Spiegel online plant das Unternehmen Internet Eye, die Aufnahmen der Millionen von Videokameras im Internet zu veröffentlichen und Zuschauern, welche dort ein Verbrechen entdecken, "Fangprämien" zu zahlen. Aus unternehmerischer Sicht ist das ein konsequentes Vorgehen und ein gutes Geschäftsmodell.

Bürgerrechte wählen

Eine neue, überparteiliche Internetseite zur Europawahl informiert über die Einstellung der zur Wahl stehenden Parteien zu Bürgerrechten. Wer in seiner Wahlentscheidung noch unschlüssig ist, kann diese Seite als weitere Informationsquelle benutzen. Wer am Wahlsonntag keine Zeit hat, kann bis morgen (Freitag) auch auf dem Rathaus wählen (Briefwahl).

Geräusche von Nadeldruckern enttarnen gedruckte Inhalte

Ein Forscherteam, das bereits über andere ungewöhnliche Spionageverfahren aufgeklärt hat, hat nun eine neue Methode aufgedeckt, um leicht an persönliche Daten zu kommen: durch die Auswertung der Geräusche, die von Nadeldruckern erzeugt werden, lässt sich ein Großteil der gedruckten Informationen rekonstrukieren.

Speicherung von IP-Adressen offiziell illegal

Ein kürzlich erschienener Artikel auf Daten-Speicherung.de gibt eine besonders interessante rechtliche Bewertung: das Bundesjustiministerium hat mittlerweile bestätigt, dass IP-Adressen personenbezogene Daten darstellen.

T-Home ohne Datenschutz

Wie auf den Webseiten von T-Home einzusehen ist, gibt es dort derzeit leider keinen Datenschutz:

...zur Meldung auf T-Home (Leider ist der Spaß-Link nun nicht mehr verfügbar; ein Bild davon kann man aber immer noch hier abrufen).

E-Petition gegen Internetzensur

Auf der Webseite des Deutschen Bundestags können Bürger mittels einer E-Petition nun gegen das umstrittene Internet-Zensur-Gesetz stimmen. Mindestens 50000 Bundesbürger müssen bis zum 16.06.2009 die Petition zeichnen, damit sich ein Ausschus des Bundestags damit öffentlich auseinandersetzt. Diese Marke wurde in der Rekordzeit von vier Tagen erreicht. Damit die Petition ein Erfolg wird, sollte die Unterstützung jedoch nicht nachlassen. Hier geht es zur Petition...

Google Chrome, Iron und das anonyme Missverständnis

Manche Webseiten loben Google Chrome als besonders gute und einfache Lösung zum anonymen Websurfen. Hat Google nun den großen Wurf gelandet, der alle anderen Anonymisierungsprogramme unnötig macht?

Nein, dies ist ein böses Missverständnis, und Google will das auch gar nicht. Zitat:

Geheimdienste enttarnen RKTs

Analog zur eierlegenden Wollmilchsau gibt es sie jetzt, die "raubkopierenden Kinderporno-Terroristen", wie Welt-Online in einem kürzlich erschienenen Artikel berichtet (17.10.2008). Terroristen sollen angeblich geheime Botschaften in kinderpornographischen Bildern verstecken und darüber im Internet verbreiten.

Einfallstor Browser

Ein aktueller Artikel der Zeitschrift c't beschreibt sehr gut die Gefahren, die beim Webbrowsen lauern. Mit Standard-Installationen von Webbrowsern ist man den Tricks der Hacker leider relativ hilflos ausgesetzt. Auf jeder Webseite kann Schadsoftware lauern, den eigenen Rechner automatisiert angreifen und geheime Daten abfangen.

Neue Firmenkontaktsoftware: Anruf nach Webseitenbesuch

Wie Heise berichtet könnten Firmen mithilfe einer neuen Technologie demnächst dazu übergehen, Besucher Ihrer Webseite zeitnah zu kontaktieren. Ermöglicht wird das durch eine Software der Firma demandandbase, welche durch das bloße Aufrufen der Seite in vielen Fällen sogar einzelne Mitarbeiter eines Unternehmens identifizieren kann.

Lässt sich die EU-weite Überwachungsgesellschaft noch stoppen?

Neusten Horror-Meldungen zufolge planen einige europäische Politiker, die EU in eine digitale Überwachungsgesellschaft zu verwandeln. Die Bürgerrechtsorganisation Statewatch hat dazu sogar einen umfangreichen Bericht veröffentlicht. Das Ganze wird - natürlich - mit einem wohlklingen Euphemismus umschrieben:

BSI warnt vor Einsatz von Google Chrome

Einem Bericht des Spiegel-Online zufolge warnt das Deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ausdrücklich davor, den neuen Google-Browser "Chrome" produktiv einzusetzen. Der Browser sei unausgereift (explizite Beta, kein vollständiges Produkt) und viel zu früh auf den Markt gekommen, und Google nutze diesen Browser sehr wahrscheinlich, um an private Surfinformationen der Nutzer und weitere persönliche Daten zu gelangen.

Riesige Datenpanne bei deutschen Gemeinden

Peinliche Panne: Daten von 500.000 Bürgern lagen offen im Netz

Name, Adresse, Religion, sogar Passbild - durch eine spektakuläre Datenpanne konnten Internet-Nutzer die Meldedaten von 15 deutschen Städten und Gemeinden abrufen. Das verantwortliche Unternehmen hatte den Zugangscode zugänglich gemacht: "Ein Lapsus", meint der Firmensprecher. Das eigentliche Problem war jedoch, dass die bei der Einrichtung gesetzten Standardpasswörter von den Behörden nicht geändert wurden. Ein Fehler, der auch in Unternehmen nicht selten vorkommt.

Prof. Dr. Andreas Pfitzmann im tagesschau-Chat zum Thema Überwachung im Netz.

Der Informatikprofessor und Experte für Datenschutzfreundliche Techniken Andreas Pfitzmann ist am Freitag, 20. Juni, von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr Gast im tagesschau-Chat zum Thema Überwachung im Netz. Er beantwortet Fragen zu aktuellen Themen wie Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Telekommunikationsüberwachung im Allgemeinen.